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Franz Beckenbauer sagte am Wochenende im Sky-Interview: "Allein die Reaktion, wenn er mal eine gute Szene hat oder ein Tor schießt: Er rennt nicht zu dem, der ihm die Vorlage gegeben hat, wie das höflichkeitshalber normalerweise der Fall sein sollte, sondern zu seinen Familienmitgliedern auf die Tribüne und grüßt die und so weiter...Irgendwann sagt der Mitspieler: Wenn ich Dir den Ball gebe und ich kriege die Anerkennung nicht zurück, dann kannst du Dir den Ball das nächste Mal selbst holen. Da müsste er ein bisschen mannschaftsdienlicher denken."
Er sprach von Arjen Robben, einem niederländischen Mittelfeldspieler, unter Vertrag beim FC Bayern München.
Keine Ahnung, ob Arjen Robben wirklich so egoistisch ist. Würde Franz Beckenbauer mit seiner Aussage nicht Arjen Robben, sondern Verkäufer in einem Unternehmen beschreiben, er träfe den Nagel auf den Kopf. Denn welcher Verkäufer hat sich je bei der Marketing-Abteilung, der Produktion oder der Finanzabteilung bedankt? Schließlich machen diese Abteilungen seine Tore erst möglich.
Umgekehrt gilt das Gleiche. Ohne einen guten Verkauf im Angriff, nutzen die Produktion im defensiven Mittelfeld und die Finanzabteilung in der Abwehr wenig.
Erinnern Sie Ihre Mitarbeiter bei einem Torjubel gelegentlich daran, dass sie Teil einer Mannschaft sind. Dass sie allein niemals erfolgreich wären. Dass jeder im Team wichtig ist und einen Anteil am Torerfolg hat. Egal, auf welcher Position er spielt.
Sport frei!
Mirko Schneider


