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Thema gestern Abend bei Sandra Maischberger: "Ich hasse meinen Boss! Überleben in der Arbeitswelt". Eingeladen war auch Norbert Blüm, der kleine Trompeter. Und ein Autor, der den tausendsten Schinken darüber geschrieben hat, wie sehr alle Mitarbeiter unter ihren törichten Chefs leiden und ausgebeutet werden.
Ich bin spontan vom Sofa aufgesprungen und habe mit gehobener Faust dreimal die Internationale gesungen.
Eine der Thesen des Bestseller-Autoren: "Loben in der Gruppe, Kritik unter vier Augen." Richtig! Wenn man seine Mitarbeiter klein halten und unselbständig machen will, dann tut man genau das! Einzelkritik gehört genau so in die Gruppe, wie Lob! Solange man das Handeln und nicht den Menschen kritisiert.
Das größte Problem in Besprechungen ist doch gerade, dass sich viele Mitarbeiter bei der kleinsten Kleinigkeit angegriffen fühlen und in eine Rechtfertigungsorgie verfallen. Das ändert man nur, in dem die Mitarbeiter lernen, mit Kritik in der Gruppe umzugehen. Und nicht, in dem man sie davor schützt!
Loben und kritisieren Sie Ihre Mitarbeiter so oft es geht in der Gruppe! Fühlt sich jemand angegriffen, dann machen Sie immer wieder deutlich, dass es Ihnen nicht um den Fehler geht oder darum, wer schuld ist, sondern darum, wie Sie es als Team beim nächsten Mal besser machen können! Achten Sie nur darauf, dass Sie niemanden persönlich angreifen!
Sport frei!
Mirko Schneider


