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18. Februar 2008 09:05
Fast vergessen, Isa braucht noch Sellerie.
Lasse's Spielanalyse. Klick it.

Lasse's Spielanalyse. Klick it.

Wandlampen sind nicht nur dekorativ, sie geben auch ein herrlich kuscheliges Licht. Im Schlafgemach meiner Gattin Isa hängt ein solches Exemplar. Leider fehlt dem Prachtstück das beste Teil. Etwas, dass diese Lampe zur Göttin der Raumbeleuchtung macht. Ihr fehlt der Zugschalter. Also hab ich mich auf die Suche begeben. Und wo wähnt ein beidseitiger Linkshänder wie ich ein verschollenes elektronisches Schaltelement? Richtig. Im Baumarkt. Anpfiff.

 

 

Unbeachtet betrat ich das riesige Spielfeld. Ich hab mich schon oft gefragt, warum auf einer Fläche von 10.000 qm (größer, als ein echtes Fußballfeld) lediglich fünf Spieler ihr Glück versuchen. Und davon sitzen ja zwei an der Kasse. Egal. Die großen Hinweisschilder an der Decke würden mir schon den Weg weisen, dachte ich. Allerdings stand da nirgends „Lasse, hier geht’s zu den Zugschaltern!“ drauf.

Nahe der Orientierungslosigkeit erspähte ich glücklicherweise einen „Service-Point“. Die übrigen drei Spieler standen dort und fachsimpelten. Einer von Ihnen nahm sich meiner an und spielte mich mit einem langen Pass in den leeren Raum ab: „Zugschalter, ja, die sind da hinten, den Gang runter und dann rechts.“ Der Pass landete tatsächlich direkt in einem 5 Meter breiten Regal mit Lichtschaltern. Insgeheim hatte ich gehofft, der Baumarkt-Ronaldinho würde mich hinführen.

Nach 7 Minuten, in denen ich jeden Quadratzentimeter des Regals abgescannt hatte, war die Luft raus. Ich wusste jetzt, dass es sehr viele verschiedene Möglichkeiten gibt, das Licht anzuschalten oder auszuknipsen. Und ich hatte gelernt, dass Lichtschalter offenbar für manch lustigen Gesellen ein Status-Symbol darstellen. Da ich keine Lust hatte, noch mal zum „Service-Point“ zu latschen, verließ ich das Spielfeld. Abpfiff. Ich glaub, die haben nicht mal gemerkt, dass sie das Spiel verloren hatten.

Isa hatte mir aufgetragen, ein Kilo Sellerie mitzubringen, wenn ich doch einmal unterwegs sei. Direkt neben dem Supermarkt gab’s zum Glück noch ein Spielfeld für Theorieverdrossene. Ein Ballkünstler war da auch nicht im Team. Wenigstens hab ich den Zugschalter fürs Kuschellicht dort nach 6:17 Minuten gefunden.

Eine große Baumarktkette warb letztens damit, dass sie laut einer fiktiven Umfrage die billigste weit und breit ist. Na und? Das kann doch jeder. Was soll daran besonders sein?

Kleine Preise, auch wenn sie noch so groß geschrieben sind, werden auf Dauer nicht ausreichen, um Spiele zu gewinnen. Ausreichend gute Spieler und deren Zusammenspiel schon eher. Dann kaufe ich beim nächsten Mal gleich Haken, Dübel und Glühbirnen dazu.

Euer Lasse